Frau Dr. Michaela Leimeister-Wächter besuchte mit drei Freunden historische Stätten in Indien. Sie wollte auch einmal ihr Patenkind in Kalkutta sehen sowie das gespendete Haus in Kapali.
Der Empfang bei Nitika durch die Verantwortlichen war ergreifend. Sie sah ihr Patenkind und die kleine Gruppe erhielt eine große Ehre bei einem Kindertag. Zwei Tage zeigte man ihnen die Einrichtungen die unser Verein dort unterhält. Hier der ausführliche Reisebericht:
Maria Gomes ist unser viertes, von Herrn Hackenberg vermitteltes, Patenkind in Kolkata. Nachdem die vorherigen Mädchen aus unterschiedlichen Gründen das Projekt verlassen mussten, ohne dass wir sie persönlich kennenlernen konnten, sollte sich dies mit Maria ändern. Auf unserer Indienreise sollte Kolkata unbedingt unsere erste Station sein. Herr Hackenberg stellte dankenswerter Weise den Kontakt zu Don Bosco her. Wir reisten gemeinsam mit Freunden Ende Januar, bei noch erträglichen Temperaturen und wohnten 3 Nächte in einem B&B im Zentrum Kolkatas, von wo aus wir vormittags auf eigene Faust die Stadt erkundeten. Am Nachmittag holte uns Brother Laurence persönlich, bzw. ein Fahrer ab und brachte uns zu Don Bosco Nitika.
Der Empfang war überwältigend. Im Treppenhaus stand ein riesiges Willkommensplakat, Kinder begrüßten uns mit Rosen und uns wurden Schals in den Farben Indiens umgehängt. Brother Laurence und die Kinder führten uns durch jedes Klassenzimmer, in denen gerade der Unterricht der 1. Schicht (15.00 bis 17.00 Uhr) stattfand.
Anschließend begleitete uns Brother Laurence mit zwei Sozialarbeiterinnen zum Slum Kapali Bagan, wo wir von vielen Bewohner/innen mit ihren Kindern erwartet wurden. Alle wollten uns die Hände schütteln, in ihre Häuser führen, stolz das Wenige zeigen, was sie besitzen. Der Verein hat im Slum inzwischen mehr als 100 Wellblechhütten mit festen Fundamenten gebaut, damit diese in der Monsunzeit nicht überflutet oder weggespült werden. Wir waren sehr beeindruckt, wie sauber und aufgeräumt die Häuser waren, wie fröhlich und stolz ihre Besitzer. Es ist unmöglich unsere Gefühle zu beschreiben, der Besuch hat uns sehr bewegt. Die Fotos zeigen nur optische Eindrücke, der bestialische Gestank aus der Kloake, dem Kanal, an dessen Rand die Häuser stehen, war kaum auszuhalten.
Zurück bei Don Bosco Nitika, hatten gerade die Kinder der zweiten Schicht (17.00 Uhr bis 19.00 Uhr) im Hof Aufstellung genommen und begrüßten uns mit Liedern. Wir waren peinlich berührt, von so viel Aufmerksamkeit.
Jetzt konnten wir endlich unser Patenkind und ihre Mutter treffen. Maria ist ein fröhliches, aufgewecktes Kind und zu unserer Überraschung spricht sie Englisch! Die Zeit war leider viel zu kurz, aber wir werden uns sicher wiedersehen.
Am folgenden Tag fand, zur Feier des Geburtstages von Don Bosco, ein großes Schulfest statt und wir sollten die Ehrengäste sein. Zur Begrüßung erhielten wir vom Father Blumenkränze und verfolgten das Programm von Reden, Tänzen, Sketchen aus der 1. Reihe. Schüler mit besonderen Leistungen erhielten einen Pokal, bei deren Vergabe wir mithalfen. Nach den Darbietungen luden uns die Fathers auf einen Tee in ihr Haus ein. Auch in diesen Gesprächen wurde deutlich, welche Hochachtung und Dankbarkeit sie dem Verein und v.a. Herrn Hackenberg für seinen unermüdlichen Einsatz entgegenbringen.
Wir bedanken uns herzlich bei Brother Laurence, der uns so viel Zeit geschenkt hat, obwohl er in den Tagen als Hauptorganisator sehr beschäftigt war. Besonders danken wir Herrn Hackenberg für seine Unterstützung und vor allem für sein außergewöhnliches Engagement für den Verein. Wir können sicher sein, dass alle Spenden zu 100% dort ankommen, wo sie benötigt werden und zum Wohl der Kinder und ihrer Familien beitragen.










